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Mähroboter einwintern: So lagern Gardena, Worx und Segway richtig

Mähroboter einwintern: So lagern Gardena, Worx und Segway richtig

Wenn der Rasen nicht mehr wächst, gehört der Mähroboter ins Winterquartier. Mit dem Ausschalten allein ist es dabei nicht getan. Der häufigste Schaden entsteht über die Wintermonate am Akku, und bei der Ladestation unterscheiden sich die Vorgaben der Hersteller deutlich. Was bei Gardena richtig ist, kann bei Segway falsch sein.

Hier liest du, was die Anleitungen von Gardena, Worx und Segway zu Akku, Reinigung, Ladestation und Frühjahrsstart vorgeben. Die Angaben stammen aus den offiziellen Dokumenten zu einzelnen Modellreihen. Für dein Gerät gilt immer die Anleitung genau deines Modells. Allgemeine Tipps zu Kauf und Wartung findest du in unserer Mähroboter-Kaufberatung.

Die Herstellervorgaben im Vergleich

PunktGardena SILENO / SILENO+Worx LandroidSegway Navimow i2 LiDAR
Akku vor der LagerungVollständig laden, Hauptschalter auf 0Je nach Wiki-Seite vollständig oder auf etwa 70 bis 80 Prozent ladenMindestens 85 Prozent, dann in der App „Begin hibernating“
Nachladen im WinterIm Kapitel zur Winterlagerung nicht erwähntEtwa alle zwei Monate (Vision und Classic)Ohne Ruhemodus alle drei Monate
LagerortTrocken, frostfrei, auf den Rädern stehend oder an der WandhalterungDrinnen, trocken, über 0 °CTrocken, frostfrei, 5 bis 45 °C, möglichst in Originalverpackung
LadestationAm besten ins Haus. Bleibt sie draußen, muss sie den ganzen Winter am Strom und an den Kabeln angeschlossen bleiben.Darf draußen bleiben, bei sehr starkem Frost ins HausVom Strom trennen, abschrauben, einlagern. Die Position mit den Bodenstiften markieren.
Was es nicht leistetDie Angaben gelten für die genannten Modellreihen. Neuere oder andere Modelle können abweichende Vorgaben haben, deshalb vorher die eigene Anleitung prüfen.

Gardena: Voll laden, Hauptschalter aus, Station am besten rein

Die Bedienungsanweisung für SILENO und SILENO+ (R100Li bis R160LiC) wird beim Akku deutlich. Er muss vor der Winterlagerung vollständig geladen werden. Sonst kann er laut Gardena beschädigt werden und in bestimmten Fällen unbrauchbar sein. Danach stellst du den Hauptschalter auf 0. Den Roboter lagerst du gereinigt, trocken und frostfrei, auf den Rädern stehend und möglichst in der Originalverpackung. Alternativ hängst du ihn an eine Gardena-Wandhalterung.

Gardena empfiehlt außerdem, vor der Winterlagerung eine Wartung beim Gardena-Händler machen zu lassen. Selbst prüfst du dabei Verschleißteile wie Klingen und die Lager der Hinterräder.

Achtung bei der Ladestation: Ladestation und Netzkabel lagerst du am besten im Haus. Begrenzungs- und Suchkabel können im Boden bleiben. Die Kabelenden schützt du gegen Feuchtigkeit, laut Anleitung zum Beispiel in einer Dose mit Fett. Kannst du die Station nicht ins Haus holen, muss sie laut Gardena den ganzen Winter am Stromnetz und an den Kabeln angeschlossen bleiben. Eine abgeklemmte Station, die draußen steht, ist also bei Gardena die falsche Lösung.

Worx Landroid: Nachladen nicht vergessen

Laut Worx-Wiki lädst du den Akku vor der Lagerung auf, schaltest den Mäher aus und lagerst ihn drinnen, trocken und über 0 °C. Bei Landroid Vision und Classic solltest du den Akku etwa alle zwei Monate vollständig nachladen. Kälte entlädt Akkus schneller, und ein vollständig entladener Akku kann Schaden nehmen. Das Nachladen klappt an der Ladestation oder nach dem Ausbau mit einem Worx-20V-PowerShare-Ladegerät.

Die Wiki-Seite zur Wintervorbereitung nennt dagegen etwa 70 bis 80 Prozent Ladung vor der Lagerung und rät, den Akku zu entnehmen. Schau deshalb, was die Anleitung deiner Ausführung vorgibt.

Die Ladestation darf bei Worx draußen bleiben. Bei sehr tiefen Temperaturen holst du sie ins Haus. Die Enden des Begrenzungskabels klemmst du ab und umwickelst sie mit Isolierband, damit sie nicht oxidieren.

Wichtig bei aktivierter Sperrfunktion: Laut Worx sperrt sich der Landroid nach 72 Stunden ohne WLAN-Verbindung. Deaktiviere die Sperre in der App, bevor du ihn an einem Ort ohne WLAN einlagerst.

Segway Navimow: Ruhemodus in der App

Segway beschreibt die Einwinterung je Modellreihe in einem eigenen Leitfaden. Für den Navimow i2 LiDAR gelten diese Schritte:

    • Mähpläne abschalten: In der App unter Einstellungen alle Mähzeiten deaktivieren.
    • Ruhemodus: Den Akku auf mindestens 85 Prozent laden und in der App „Begin hibernating“ wählen. Der Ruhemodus verbraucht weniger Energie als normales Ausschalten. Ohne Ruhemodus musst du den Mäher alle drei Monate nachladen.
    • Ladestation: Vom Strom trennen, die vier Schrauben lösen und die Position mit den vier Silikonstiften markieren, die im Boden bleiben. Station und Antennenkabel trennen.
    • Lagerung: Mäher, Station, Netzkabel und Zubehör möglichst in der Originalverpackung trocken und frostfrei lagern, bei 5 bis 45 °C.

Für andere Navimow-Reihen wie i1, X3 oder H-Serie hat Segway eigene Leitfäden veröffentlicht. Nimm den Leitfaden für dein Modell. Wie sich LiDAR- und RTK-Modelle allgemein unterscheiden, erklärt unser Artikel Mähroboter ohne Begrenzungskabel: LiDAR oder RTK.

Reinigung: Kein Wasserstrahl

Bei der Reinigung sind sich die Hersteller weitgehend einig. Gardena schreibt, den Mähroboter weder mit einem Hochdruckreiniger noch unter fließendem Wasser zu reinigen und keine Lösungsmittel zu verwenden. Worx rät ebenfalls von Hochdruckreinigern ab und empfiehlt Tuch, Bürste und Druckluft. Segway nennt ein feuchtes Tuch oder eine weiche Bürste.

Messer und Mähwerk reinigst du nur mit Schutzhandschuhen. Worx empfiehlt, die Messer vor der Lagerung zu tauschen und die Ladekontakte an Mäher und Station mit feinem Schleifpapier zu säubern.

Frühjahrsstart: Was du im März prüfst

Laut Gardena kontrollierst du nach dem Winter die Ladekontakte an Mäher und Station. Sehen sie verbrannt aus oder haben sie einen Belag, säuberst du sie mit feinem Schmirgelpapier. Außerdem prüfst du Uhrzeit und Datum. Worx rät im Frühjahrs-Leitfaden, den Mäher einige Stunden vor dem ersten Einsatz auf die Station zu setzen und die Firmware zu aktualisieren. Das Begrenzungskabel prüfst du auf Schäden durch Tiere oder Spaten, und für die ersten Mähgänge stellst du die maximale Schnitthöhe ein.

Häufige Fehler beim Einwintern

FehlerWas stattdessen gilt
Den Mäher mit fast leerem Akku einlagernVor der Lagerung laden, wie es deine Anleitung vorgibt.
Den Akku monatelang nicht beachtenBei Worx etwa alle zwei Monate nachladen, bei Segway ohne Ruhemodus alle drei Monate.
Die Gardena-Station draußen vom Strom trennenIns Haus holen. Bleibt sie draußen, muss sie am Strom und an den Kabeln angeschlossen bleiben.
Eine Regel für alle Marken anwendenDie Anleitung deines konkreten Modells lesen.
Den Mäher mit dem Gartenschlauch abspritzenTuch, Bürste oder Druckluft verwenden.
Offene Kabelenden ungeschützt lassenGegen Feuchtigkeit schützen, etwa mit Isolierband oder Fett.
Bei Worx die Sperre aktiv lassenVor der Lagerung ohne WLAN in der App deaktivieren.
Bei Segway die Mähpläne aktiv lassenMähpläne abschalten und den Ruhemodus nutzen.

Praktische Handlungsempfehlungen November 2026

Such die Anleitung deines Modells heraus. Merk dir die Vorgaben zu Ladezustand, Nachladen und Ladestation.

Reinige den Mäher trocken. Entferne Gras von Gehäuse, Mähwerk und Rädern mit Bürste und Tuch und trag dabei Handschuhe am Messer.

Lade den Akku wie vorgegeben. Schalte danach aus, aktiviere bei Segway den Ruhemodus und deaktiviere bei Worx eine aktive Sperre.

Kümmere dich um die Ladestation. Lagere sie ein oder lass sie stehen, genau wie es dein Hersteller vorsieht, und schütze offene Kabelenden.

Trag dir Erinnerungen ein. Notiere die Termine zum Nachladen im Winter und einen Termin im Frühjahr für Kontakte, Firmware und Kabelprüfung.

Fazit

Beim Einwintern zählt vor allem der Akku: Lade ihn vor der Lagerung so, wie es dein Hersteller verlangt, und lade ihn bei Bedarf über den Winter nach. Bei der Ladestation unterscheiden sich die Marken deutlich. Worx erlaubt den Winter draußen, Segway will sie abgebaut haben, und Gardena verlangt bei Lagerung draußen eine durchgehende Stromversorgung.

Lagere den Mäher sauber, trocken und frostfrei und nimm die Anleitung deines Modells als Maßstab. So startet er im Frühjahr ohne Akkuschaden in die neue Saison.

Quellen und weiterführende Informationen

Haftungsausschluss

Transparenzhinweis: Dieser Artikel ordnet öffentlich zugängliche Informationen ein, vor allem die oben genannten Herstellerdokumente (Stand: November 2026). Wir testen und messen nicht selbst. Die Vorgaben gelten für die genannten Modellreihen. Maßgeblich ist die Anleitung deines Geräts.

Sicherheit: Schalte den Mäher vor Reinigung und Wartung aus und trag am Mähwerk Schutzhandschuhe. Öffne Akku- oder Elektronikbereiche nur, wenn die Anleitung das vorsieht, und verwende nur Originalakkus.

Garantie und Akku: Ein Akkuschaden durch falsche Lagerung kann Garantie- oder Gewährleistungsfragen aufwerfen. Halte dich an die Herstellervorgaben, um keinen Streit darüber zu riskieren.

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